Ernährung

Schokolade Zahnwissen|Prophylaxe|Ernährung|Zucker-und-seine-Namen Schokolade - Der gesunde Zahn
Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, wie viel Zucker Sie jährlich zu sich nehmen?
 
In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei rund 35 kg Zucker im Jahr, was einem Tagesverbrauch von ca. 95 g entspricht.
 
Dabei gilt: Je öfter Sie Zucker zu sich nehmen, desto höher ist Ihr Kariesrisiko!

Laut der Weltgesundheitsorganisation leiden ca. 95 Prozent aller Europäer unter kariösen Zähnen. Dabei wird die Kariesentstehung nicht nur von einer schlechten Mundhygiene begünstigt, sondern auch von einer zuckerreichen Ernährung.


 





Nicht immer steht Zucker drauf, wo Zucker drin ist. Zucker hat viele Namen, von denen nur einige leicht zu erkennen sind.

Bedenken Sie auch, dass Kohlenhydrate nichts anderes sind, als eine Aneinanderreihung von Zuckermolekülen. So werden z. B. auch einige Zuckersorten aus Stärke hergestellt.

Wer auf den Zuckergehalt in der Nahrung achten will, muss damit rechnen, dass bei den Nährstoffen nur die Kohlenhydrate angegeben sind, bei den Inhaltsstoffen der Name des Zuckers, der dazugehört.

Hier finden Sie eine Liste, die Ihnen helfen soll, Zucker auf den Zutatenlisten von Nahrungsmitteln zu erkennt.




Basterdzucker
Feiner kristalliner Zucker, der zur Herstellung von Backwaren gebraucht wird. Er ist feucht, krümelig und inverthaltig.

Blutzucker
In Form von Glukose im Blut enthaltener Zucker.

Brauner Zucker
Dieser Zucker ist grob auskristallisiert und entsteht als Zwischenprodukt bei der Herstellung von Zucker. An ihm haftet noch Sirup an, der den Zucker braun färbt und ihm eine klebrige und feuchte Konsistenz verleiht. Brauner Zucker ist nicht gesünder, als normaler Haushaltszucker.

Dekorierzucker
Dieser Zucker besteht aus feinster Puderzucker und Reisstärke. Er wird zur Dekoration von Gebäck gebraucht, weil er nicht schmilzt, wenn er auf warmes Gebäck gestreut wird.

Dextrose
siehe Traubenzucker

Einmachzucker
Dieser Zucker wird meistens aus einfachem Weißzucker hergestellt. Bei rotem Einmachzucker kommt einfach nur Farbstoff dazu.

Farin
Feiner, mehlartiger Zucker, der durch Zufügen von Sirup braun gefärbt ist.

Flüssiger Zucker
Diese Form des Zuckers wird in der Nahrungsmittelindustrie häufig angewandt und besteht aus einer konzentrierten Zuckerlösung.

Fruchtzucker/Fruktose
Natürlicher Fruchtzucker kommt in süßen Früchten vor. Als Monosaccharid ist er Bestandteil vieler Zuckerverbindungen. Er ist auch im Haushaltszucker enthalten. Gelegentlich wird er als Zuckeraustauschstoff angewandt. Er muss aber bei Diabetikern bei der BE Berechnung berücksichtigt werden.

Galaktose
Dieser Zucker ist ein Baustein verschiedener Zuckerarten, z. B. des Milchzuckers. Er schmeckt nicht so süß wie Saccharose.

Gelierzucker
Gelierzucker wird für Konfitüren, Gelees und Marmeladen verwandt. Er besteht aus Raffinade, der Pektin, Zitronensäure oder Weinsäure als Geliermittel zugesetzt wurde.

Glukose
siehe Traubenzucker

Glukosesirup
siehe Stärkezucker

Glykogen
Der Körper kann Kohlenhydrate, die ja eine Aneinanderreihung von Zuckermolekülen sind, nicht direkt verwerten. Sie werden im Körper zu Glykogen umgewandelt und dann in der Leber und in den Muskelzellen gespeichert. Der Speicherplatz ist aber begrenzt. Wenn er voll ist, wird der Rest in Fett umgewandelt und wandert in die Fettdepots.

Hagelzucker
Er sieht aus wie kleine Hagelkörner und wird zum Verzieren von Gebäck verwendet. Hagelzucker entsteht aus Raffinade durch das Zusammenwachsen von feinen Kristallen.

Haushaltszucker
siehe Raffinade

Hexosen
Dies ist ein Sammelbegriff für die gebräuchlichsten Zuckerarten. Die Einfachzucker (C6H12O6) haben alle eine Anzahl von 6 (Wortteil hexa) Kohlenstoffatomen in einem Zuckermolekül. Zu ihnen gehören z. B. Traubenzucker und Fruktose.

Instantzucker
Rasch lösliche Raffinade, die das doppelte Volumen besitzt, bei gleicher Süßkraft.

Invertzucker
Durch Auflösung (Inversion) von Saccharose entsteht ein Gemisch, das halb aus Traubenzucker und halb aus Fruchtzucker besteht.

Isoglucose
Dieser Zucker wird in Getränken und Obstkonserven verwendet und ist dem Invertzucker verwandt. Isoglucose wird vorwiegend aus Maisstärke hergestellt. Deshalb findet man auch die Bezeichnungen "Corn Sirup", "Maissirup" oder "Maiszucker". Siehe auch Stärkezucker.

Kandisfarin
Brauner Kandis mit einer kleineren Kristallgröße. Die Reinheit ist geringer, als bei Kandis.
 
Kandiszucker
Zuckerkristalle von unterschiedlicher Größe und Farbe. Kandiszucker entsteht durch das langsame Auskristallisieren von reiner Zuckerlösung. Um braunen Kandis zu erhalten, wird karamellisierter Zucker dazugefügt. Kandis hat die gleiche Süßkraft wie Raffinade.

Karamell
Durch Erhitzen von Traubenzucker oder Rohrzucker auf eine Temperatur von 150 bis 180 Grad entsteht eine braune Masse, die nicht kristallisiert.

Kristallzucker
Siehe Saccharose.

Laevulose
Siehe Fruchtzucker.

Laktose
Diese Form des Zuckers kommt in der Muttermilch und in der Milch von Säugetieren vor. Laktose wird auch Milchzucker oder Sandzucker genannt und besteht aus Glukose und Galaktose. Laktose wird in der Pharmakologie häufig als Grundlage für Tabletten gebraucht.
 
Maissirup
Siehe Isoglucose und Stärkezucker.

Maltodextrin
Siehe Stärkezucker.

Maltose/Malzzucker
Aus Stärke gewonnener Zucker, der bei der Produktion von Alkohol zum Einsatz kommt.

Mannit
siehe Zuckeralkohol.

Melasse
Dieser dunkelbraune Sirup ist der "Produktionsrest" bei der Zuckerherstellung. Eine weitere Zuckergewinnung lohnt sich nicht mehr. Er wird als Viehfutter verwertet. In der Rumherstellung wird Melasse aus Zuckerrohr verwendet.

Milchzucker
Siehe Laktose.

Pilézucker
Weißzucker aus Zuckerplatten wird in Stücke zerschlagen.

Puderzucker
Raffinade, die sehr fein gemahlen wurde. Puderzucker wird bei der Herstellung von Zuckerglasuren und beim Backen von Makronen verwandt.

Raffinade
Raffinade ist der am häufigsten gebrauchte Haushaltszucker. Er besteht zu 99,9 Prozent aus Saccharose. Raffinade muss besonderen Reinheitsanforderungen entsprechen. Er wird in verschiedener Körnigkeit hergestellt.

Raffinose
Obwohl ebenfalls ein Zucker, schmeckt Raffinose nicht süß. Er kommt in vielen Pflanzen vor. Häufig tritt er als Verunreinigung im Haushaltszucker auf.

Rohrzucker
Normaler weißer Zucker, der aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben hergestellt wurde. Rohrzucker ist gleichbedeutend mit Saccharose.

Rübenzucker
Siehe Saccharose.

Saccharose
Dies ist eine chemische Bezeichnung für weißen Haushaltszucker oder Raffinade. Saccharose wird aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben hergestellt. Er ist ein Zweifachzucker. Chemisch werden ein Molekül Traubenzucker und ein Molekül Fruchtzucker miteinander verbunden.

Sirup
Ahornsirup, Rübensirup, Birnendicksaft und andere Sirupe werden hergestellt, indem der Saft mehrmals gekocht wird. Sie bestehen zu einem hohen Anteil aus Zucker (Ahornsirup zu 65 Prozent, Rübensirup zu 62 Prozent, Birnendicksaft zu 78 Prozent). Sirupe werden oft als gesünder bezeichnet. Das sind sie aber nur wegen ihres recht hohen Anteils an Mineralstoffen. Übermäßiger Zuckergenuss ist auch bei Sirup nicht gesund.

Sorbit
Siehe Zuckeralkohol.

Stärkezucker
Unter diesem Begriff werden alle Zuckerarten zusammengefasst, die aus Stärke (vgl. Kohlenhydrate) hergestellt wurden, z. B. aus Maisstärke. Dazu gehören u. a. Isoglukose, Stärkesirup, Glukosesirup, Fruktosesirup, Maltodextrin. Stärkezucker findet in der Industrie immer weitere Verbreitung und wird häufig als Alternative zur Raffinade verwandt.
 
Traubenzucker
Natürlicher Zucker, der in vielen süßen Früchten vorkommt. Weitere Namen sind Dextrose oder Glukose. Der im Handel befindliche Traubenzucker wird normalerweise aus Kartoffelstärke oder Maisstärke hergestellt. Er ist chemisch genau so aufgebaut, wie die Glukose im Blut. Deshalb wird er bei der Verdauung sofort in den Blutkreislauf aufgenommen. Traubenzucker ist ein Monosaccharid und gehört deshalb zu den eher ungesunden Energiespendern.

Vanillezucker
Feiner weißer Zucker wird mit echtem Vanillemark gemischt.

Vanillinzucker
Statt echter Vanille wird Vanillin-Aroma mit feinem weißem Zucker vermischt.

Verbrauchszucker
Siehe Saccharose.

Weißzucker
Dieser Zucker wird auch Grundsorte genannt. Er ist eine Vorform der Raffinade.

Würfelzucker
Raffinade wird angefeuchtet und dann zu Würfeln gepresst und anschließend wieder getrocknet.

Xylit
siehe Zuckeralkohol.

Zuckeralkohol
Aus Zucker entsteht durch industrielle Herstellung Zuckeralkohol. Sie werden als Zuckeraustauschstoffe eingesetzt. Der Zucker wird bei der Verdauung langsamer verwertet, als normaler Zucker. Die Verarbeitung erfolgt weitgehend unabhängig von Insulin. Deshalb sind Zuckeraustauschstoffe z. B. für Diabetiker von Bedeutung. Im Handel befindliche Zuckeralkohole sind z. B. Sorbit, Xylit und Mannit. Sie sind aber auch nicht bedenkenlos anzuwenden. In hoher Dosierung wirken sie stark abführend und können schon in geringer Dosierung zu Blähungen führen.

Zuckeraustauschstoffe
siehe Zuckeralkohol.

Zuckercouleur
Lösung, die aus Karamell besteht und zum Färben von Speisen verwendet wird.